Dresden



Dresden

Landeshauptstadt


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Die Stadt feiert im Jahr 2006 - 800 Jahre

 

 

 

Die Stadtgründung

An vielen der neu entstehenden Handelswegen siedelten sich Handwerker und Händler an. Ihre Siedlungen wurden vom Landesherren gefördert und planmäßig mit Stadtrechten versehen.

Im 12. Jahrhundert ließen die Meißner Markgrafen auf einer Erhöhung am Elbufer eine Burg errichten, die den viel benutzten Elbübergang nahe des sorbischen Dorfes Drezdany schützte.
Eine Urkunde aus dem Jahre 1216 bezeichnete die nahe der Burg entstehende Kaufmannssiedlung, 1206 erstmals urkundlich erwähnt, bereits als Stadt.

Vorhanden ist zu diesem Zeitpunkt als Elbübergang eine erste steinerne Brücke.

 

 

 Dresden in augusteischer Zeit

 

Als Kurfürst Friedrich August I., genannt »der Starke«, 1698 die polnische Königskrone erwerben konnte, rückte Dresden zur Hauptstadt von europäischer Bedeutung auf. Das Stadtbild wandelte sich umfassend.

Dresden wurde zur Barockstadt. Hof und Adel waren Auftraggeber umfangreicher Bauten und bedeutender kunsthandwerklicher wie künstlerischer Leistungen.
Pöppelmann errichtete 1711 den Zwinger und das Taschenbergpalais, 1715 das Japanische Palais und 1721 die Pillnitzer Anlagen. 1734 wurde die Frauenkirche, 1755 die Kathedrale fertiggestellt.
Es entstanden die großen Sammlungen der Gemäldegalerie und des Grünen Gewölbes und die erste europäische Porzellanmanufaktur, die später nach Meißen umzog.

Zu den kulturellen Höhepunkten der Regierungszeit Augusts gehörten die häufigen prachtvollen und ausgedehnten Hoffeste, die gleichermaßen Kunstsinn wie politischen Machtanspruch repräsentierten. Die Bedürfnisse des Hofes führten so zu einer raschen ökonomischen Entwicklung der Stadt, deren Einwohnerzahl sich zwischen 1700 und 1755 auf 63.000 Menschen verdreifachte.

Im Schatten der höfischen Gesellschaft war aber auch das Dresdner Bürgertum zu beachtlichen Leistungen fähig, von denen unter anderem der mächtige Bau der städtischen Frauenkirche kündete.

 

     Die Zerstörung Dresdens

 

Am späten Abend des 13. Februar 1945 griffen mehrere Hundert britische Bomber das Stadtzentrum Dresdens an. Ihnen folgten Stunden später eine noch stärkere Streitmacht und in den Mittagsstunden des 14. und 15. Februar 1945 amerikanische Verbände.
Im Ergebnis dieser vier Luftangriffe wurden das Dresdner Stadtzentrum fast vollständig zerstört und mehrere Zehntausend Menschen getötet. In seinem sechsten Jahr hatte damit der von Deutschland begonnene Zweite Weltkrieg, dem bereits Millionen Menschen zum Opfer gefallen waren, endgültig auch Dresden erreicht. Die Luftangriffe trafen eine Stadt, die Hunderttausende Menschen und unersetzbare Kulturgüter barg, die aber gleichermaßen umfassend in die deutsche Kriegsführung einbezogen war. Symbolkraft und Erinnerungskultur Die Zerstörung Dresdens im Februar 1945 wurde rasch zu einem weltweit bekannten Symbol für militärische Gewalt gegen die Zivilbevölkerung.
Bis heute wird das Geschehen in Dresden als Beispiel für viele vergleichbare militärische Aktionen dieses und folgender Kriege genannt. Zugleich beeinflusst die Erinnerung an die Zerstörung nachhaltig das Bild unserer Stadt in der Welt. In Dresden ist seit 1945 eine reiche und differenzierte Erinnerungskultur entstanden, die vor allem den Friedenswillen der Nachkriegsgenerationen bewahrt und Raum für Annäherung an die ehemaligen Kriegsgegner gegeben hat.
Parallel dazu wurde und wird in politisch motivierten Verlautbarungen und Handlungen auf die Zerstörung Dresdens Bezug genommen. Je nach Akteuren und Situation dient das historische Geschehen dabei als Ausgangspunkt für Argumentationen, die auf zum Teil völlig unterschiedliche Ziele gerichtet sind. So steht die Erinnerung an den 13. Februar 1945 im spannungsvollen Kontext von Diskussionen, die weit über den lokalgeschichtlichen Rahmen hinaus Bedeutung haben.
Sie schließen eine kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte unserer Stadt und ihrer Menschen ebenso ein, wie sie grundlegende Fragen von Frieden, Menschenwürde und unserer Verantwortung dafür zum Inhalt haben.

 

 

 

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Am Abend des 13. Februar 1945 steigen 244 Lancaster-Maschinen und neun Mosquito-Kampfflugzeuge der 5. Bomberflotte der Royal Air Force von ihrem Stützpunkt in Südengland auf. Codename der Mission: "Chevin".

21.39 Uhr: In Dresden wird Fliegeralarm ausgelöst.21.45 Uhr: Der Rundfunksprecher aus Dresden meldet den Anflug starker Kampfverbände.22.00 Uhr: Die erste Markierungsbombe fällt über dem Stadion im Ostragehege. Die Mosquito-Maschinen markieren im Tiefflug das Zielgebiet.22.11 Uhr: Der Masterbomber gibt das Signal zum Angriff.22.13 Uhr: Der Bombenabwurf auf Dresden beginnt. Er dauert 24 Minuten und setzt die gesamte Innenstadt in Flammen.



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14. Februar 1945 1.23 Uhr bis 1:54 Uhr: Die zweite Angriffswelle rollt auf Dresden. Diesmal werfen 529 Bomber ihre tödliche Fracht über Dresden ab. Dresden brennt auf einer Fläche von 15 Quadratkilometern. Insgesamt werden bei den ersten beiden Angriffen 650.000 Stabbrandbomben, 529 Luftminen und 1.800 Sprengbomben über Dresden abgeworfen.

12.17 Uhr: 311 Liberator-Bomber der amerikanischen Luftwaffe fliegen einen zehnminütigen Angriff auf die Zerstörte Stadt. Ihre Ziele sind vor allem wichtige Verkehrseinrichtungen. Die Bomber werfen 1.800 Sprengbomben und 136.800 Stabbrandbomben ab.

Einige Maschinen fliegen Scheinangriffe auf andere Städte, darunter Prag. Von den über 1400 eingesetzten Flugzeugen kehren nur sechs nicht zurück.

Gegen Mittag fällt die völlig ausgebrannte Kuppel der Frauenkirche in sich zusammen.

 

 

15. Februar 1945

Nach offiziellen Angaben verloren in diesen Tagen über 35.000 Menschen in Dresden ihr Leben. Die geborgenen Opfer konnten zum großen Teil nicht identifiziert werden. Die Leichen wurden auf dem Altmarkt und im Krematorium Tolkewitz verbrannt und auf dem Heidefriedhof der Erde übergeben.

Zwischen 11.51 Uhr und 12.01 Uhr: Erneuter Angriff der 8. US-Luftflotte. Es werden nochmals 3.700 Sprengbomben abgeworfen. Dresden brennt für vier Tage und Nächte. Weitere Angriffe folgen am 2. März und am 17. April 1945

An der Gedenktafel auf dem Heidefriedhof findet alljährlich eine Kranzniederlegung zum Gedenken an die Opfer statt. Otto Dix erinnert sich seines ersten Besuchs nach Kriegsende: "Diese Trümmerwelt, die an Pompeji erinnert, würde mich völlig deprimiert haben, hätte ich nicht gesehen, welch reger und nimmermüder Geist und Aufbauwille hier am Werke sind."

 

 

 

 Der Wiederaufbau

In den ersten Jahren nach dem Krieg wurde das Stadtzentrum von den gewaltigen Trümmermassen, u.a. auch durch Zehntausende Freiwillige, beräumt. Anfang der fünfziger Jahre begann der Wiederaufbau mit Wohn- und Repräsentationsbauten im Stadtzentrum.
Von Anfang an wurde auch die Wiederherstellung ausgewählter Baudenkmale betrieben: 1964 war die Rekonstruktion des Zwingers abgeschlossen. Weitere wichtige Bauten wie Hofkirche, Johanneum, Albertinum, Stallhof und 1985 die Semperoper entstanden erneut, während wertvolle Gebäudereste anderer Denkmale abgerissen wurden.
Mit der späteren ausschließlichen Hinwendung zu industriellen Bautechnologien und wachsenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten blieb der Wiederaufbau der Stadt trotz wichtiger Fortschritte insgesamt lückenhaft und unbefriedigend.

Luftbild 1945

 

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 im Vergleich zu Heute

 

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